Eine farbige Kulisse in den Bereichen Tanz, Musik und Bewegung

Auftraggeber: Zürcher Hochschule der Künste
Bau und Raum, Marco Castellano
Farbkonzept und Ausführung Chroma-Studio

 

Ver­lässt man im rie­si­gen, mas­si­ven Indus­trie­bau der Zür­cher Hoch­schu­le der Küns­te die zen­tra­le Kas­ka­de, fin­det man sich bald in einer Anla­ge von lan­gen, ein­tö­ni­gen Gän­gen wie­der, in denen man schnell die Ori­en­tie­rung ver­liert. Die Berei­che Tanz, Musik und Bewe­gung stel­len eine leb­haf­te Umge­bung dar. Das Leben der Stu­die­ren­den spielt sich auch in den Gän­gen, zwi­schen den Stu­di­os ab. Es wird geübt, gewar­tet, der Schnei­der kommt mit den Kos­tü­men vor­bei, manch­mal ist live Musik zu hören. Ein Farb­kon­zept bringt die küh­len Gän­ge ange­neh­mer und freund­li­cher zur Gel­tung.

 

Das Modell ver­schafft einen Über­blick über den aus­ge­dehn­ten Para­me­ter, der bear­bei­tet wird. Die  Flä­che ist so gross, dass das Modell auf kei­ner Tisch­plat­te mehr Platz hat. Im Modell sind die Ein­gangs­be­rei­che, Nischen, sicht­bar, wel­che neben den bei­den Gän­gen an den Enden des zen­tra­len Gan­ges die Orte sind, an denen die Farb­in­ter­ven­ti­on statt­fin­det. Die­se Nischen sind als her­aus­nehm­ba­re Ele­men­te gestal­tet, die auch als Farb­mus­ter die­nen. Die Farb­tö­ne im Modell sind aus­ge­wo­gen und prä­zi­se gemischt, so dass sie als Farb­re­fe­renz die­nen bei der Umset­zung. Es waren nur noch weni­ge Kor­rek­tu­ren und Anpas­sun­gen not­wen­dig.

Bei die­sem Auf­trag hat­te ich freie Hand um mit gezielt ein­ge­setz­ten Far­ben eine anre­gen­de Stim­mung zu erzeu­gen. Die Farb­kom­po­si­tio­nen fügen sich wie ein zusätz­li­cher Lay­er in die gege­be­ne Archi­tek­tur ein.

Der zen­tra­le Gang als sol­ches wird weiss belas­sen. Die Inter­ven­ti­on fin­det in den Nischen statt, die zu den Stu­di­os füh­ren. Die­se sind auch War­te­zo­nen und Orte, an denen durch den Ein­blick via Gas­tü­ren das akti­ve Gesche­hen des Stu­di­en­gangs sicht­bar wird und wo das Licht von von der Fas­sa­den­sei­te durch das Glas bis in die Gän­ge dringt.

Die Nischen wer­den jeweils mit einer eige­nen, unter­schied­li­chen Farb­kom­po­si­ti­on ver­se­hen. Die Licht­stim­mung, die in die­sen Nischen ent­steht, strahlt je nach Wit­te­rung in den Gang ab und erzeugt chan­chie­ren­de Stim­mun­gen.

Die teil­wei­se sehr kräf­ti­gen Far­ben wer­den mit­tels einer ein­fa­chen geo­me­tri­schen For­men­spra­che wie ein zusätz­li­cher Lay­er in die Archi­tek­tur ein­ge­fügt. Die­se zurück­hal­ten­de Anord­nung ver­hält sich wie eine Kulis­se vor der das leb­haf­te Gesche­hen des Stu­di­en­gangs statt­fin­det.

Die­ser enge Gang führt zur einem wei­te­ren Stu­dio und zur Phy­sio­the­ra­pie. Der Gang ist der War­te­saal vor der The­ra­pie. Die Far­ben sol­len das War­ten erhei­tern. Die lee­re Wand reflek­tiert das Far­ben­spiel. Sie wird spä­ter als zum prä­sen­tie­ren von Bil­dern des Stu­di­en­gangs genutzt.

Der lan­ge, fens­ter­lo­se Gang, der zu den Stu­di­en­be­rei­chen führt, ist auf der einen Wand­sei­te mit einer kräf­ti­gen Far­big­keit ver­se­hen. Auch hier wird die gegen­über­lie­gen­de Sei­te wird als Aus­stel­lungs­flä­che für Bil­der aus den Stu­di­en­gän­gen genutzt wer­den.